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06.10.2014

Just for Me Moments 40/2014

Dienstag.
Krank. Ins Bett legen. Nicht schlafen können, stattdessen Gedanken von links nach rechts schieben und wieder zurück. Mich ärgern über das blöde Grübeln und warum kann ich mich nicht entspannen? Wieder aufstehen. Aufs Sofa setzen. In Ruhe einen Kaffee trinken, ein Nutellabrot essen und mich selbst schimpfen, dass ich diesen Moment nicht genießen kann.
Wohin mit mir? Mitte Ende Zwischen Mitte und Ende 30, zwei prima Kinder, einen Mann, den ich nur manchmal auf den Mond schießen will - alles super. Nur keinen Job. Ich will aber endlich wieder einen. Rausgehen, sitzen, denken, mit Menschen reden, die sich nicht in die Hose machen. Feedback bekommen. Zum Familieneinkommen beitragen. Den Gedankenkreislauf endlich wieder erweitern.


Zwei Absagen bekommen und von der dritten Bewerbung schon zu lange nichts gehört. Ich lege mich wieder in's Bett und freue mich, dass die Kopfschmerztablette zu wirken beginnt.


Mittwoch.
Immer noch krank, aber schon ein bisschen besser. Der Mann bringt die Kinder in den Kindergarten, und ich bin froh, noch nicht aus dem Haus und in die Oktobermorgenfrische zu müssen, die ich eigentlich sehr mag. Um 8 ist es noch richtig nachtkalt, aber wenn die Morgensonne es sich gemütlich gemacht hat, werden es vielleicht nochmal 20°. Ich kneife auf dem Weg zum Sofa die Augen fest zusammen um das ich-müsste-dringend-staubsaugen-Gefühl nicht herein zu lassen, schließlich bin ich krank, und schaue kaffeetrinkend die letzten Folgen von Mad Men. Jetzt aber! Geht doch! Heute deprimiert die Serie mich nicht einmal, sondern ich freue mich über den Spannungsbogen am Ende der 6. Staffel. Nicht Breaking Bad, aber besser als Verbotene Liebe.

Die restliche Woche war schön, aber keine Zeit Sue-Sachen zu machen außer so Zeugs am Abend.


Also JFMM, das muss besser werden.


Zu erledigende Genüsse:
- Sport, der nicht aus "sich strecken um den Spiegel zu putzen" bzw. "Sohn nachrennen" besteht;
- zum Friseur gehen UND shoppen (für mich);
- ordentlich angezogen und frisiert das Haus verlassen;
- eine Kürzestgeschichte schreiben;
- ganz alleine mit einem Murakami in der Hand auswärts Mittag essen.


Wie immer - danke, Mama Miez, für die gute Idee der JFMM!

Kommentare:

  1. Vielen Dank für Deine erfrischende Offenheit. Ich bin Fan. :)

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    1. Hallo Helga, das freut mich sehr - vielen Dank :-)

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