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24.11.2014

Hand-Mund-Fuß-Krankheit und einen neuen Backenzahn...

... gibt's gerade bei uns zuhause...


... und sonst nix!


Aber fies ist es schon: Letzte Woche freue ich mich stark auf Freitag Vormittag, den ich nämlich nach langer, laanger Zeit einmal wieder alleine mit dem Mann verbringen wollte - wenn ihr wisst, was ich meine - - -


- - - und dann waren wir unplanmäßigerweise ganz und gar nicht alleine, sondern inmitten einer grantigen Kinderschar. Naja, so ist das mit den Zwergen - nicht mal ein romantisches Date am Vormittag wird uns gegönnt ...


Eine schöne Woche wünsche ich und hoffe, eure verläuft weniger turbulent!





20.11.2014

MOVE! YOUR! ASS!

OK Freunde, es ist folgendermaßen. Früher einmal war ich ein aktives und ziemlich durchtrainiertes Mädchen, und dann habe ich zwei Kinder gekriegt.

Moment. So einfach ist es nicht. Meine Kinder sind zwar an Vielem schuld (zum Beispiel habe ich jetzt chronische Verstopfung, weil ich nie in Ruhe auf's Klo gehen kann und mich immer beeilen muss; außerdem habe ich ständig schreckliche Ohrwürmer, die mich bis in den Schlaf begleiten; meine Nutellabrote esse ich jetzt heimlich, und ich backe regelmäßig. Ich BACKE! Etc.) - aber für alles kann ich sie doch nicht verantwortlich machen.

Sie können zum Beispiel nix dafür, dass ich faul geworden bin, was Beschäftigung mit meinem Körper betrifft. Ich meine nicht Sex, sondern normalen Sport. Keine Sorge - das wird kein Bindegewebsstraffungs-Post oder so'n Zeug- das ist Geschichte.

Vor einem gefühlten Jahrtausend habe ich ein Jahr in Mexiko gelebt und gearbeitet. Nicht auf die romantische Tour, mit Tequila, Sombreros und schlafenden Hunden, und ständig lässt sich jemand träge in den warmen Ozean gleiten. Bei mir war es eher unglamourös - hässliche Stadt, viel schlecht bezahlte Arbeit, ein kalter Winter ohne warmes Wasser und Heizung. Dort hatte ich einen mexikanischen Freund, der schwerer Alkoholiker war. Was soll ich sagen - ich übe schon immer eine geheimnisvolle Anziehung auf Problemkinder aus.
Wo will ich hin mit meiner Geschichte?, wird sich der aufmerksame Leser völlig zu Recht fragen. Keine Sorge, ich komme gleich zum Punkt. Damals ging ich joggen. Oft, und sehr motiviert, drehte ich in einem kleinen Dreckspark direkt neben einer 6-spurigen Straße eisern meine Runden. Und in meiner euphorischen Sportbegeisterung gelangte ich bald zu der tiefen Überzeugung, dass ich meinen Freund, den Alkoholiker, mithilfe des richtigen Sportprogramms heilen könnte.


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[Jetzt stellt euch bitte kurz vor, wir mir alle Einwohner Mexikos der Welt unter schallendem Gelächter einen Doppelvogel zeigen.]
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Ja, auch ich verfüge über eine gewisse Lernkurve. Heute bin ich nicht mehr so verrückt zu glauben, dass Sport Krankheiten heilen oder die großen Probleme des Lebens in Ordnung bringen könnte.
Aber ich bin immer noch der festen Überzeugung:  Bei praktisch allem anderen hilft Sport. Vorgestern war ich endlich einmal wieder beim Yoga, und nach einer Stunde völliger Verausgabung ist mir plötzlich wieder klar, was dieses Geschwätz über Verschmelzung von Körper und Geist bedeuten soll. Die kleinen Stress-Knötchen in meinem Hirn lösen sich auf und tanzen, ich fühle auf einmal dass meine Gesichtsmuskeln auch über einen Entspannungsmodus verfügen, und ich fühle mich wie ein Kolibri. Leicht und flatternd und froh. Zum ersten Mal seit einem halben Jahr atme ich wieder tief und fühle Weite in meinem Körper und Kraft. Ich hatte es vergessen, dieses Gefühl, so wie ich manchmal vergesse zu trinken und mich dann über Kopfschmerzen wundere.



Tja, und jetzt - kämpfen sie wieder in meinem Hirn, Engelchen und Teufelchen.


- Engelchen: "Schau, wie gut dir das tut! Dir und deshalb deiner ganzen Familie, wenn du dich mal ein bisschen anstrengst und danach entspannst! Do more of what makes you happy und so!"
- Teufelchen: "Lass sie in Ruh', sie ist müde."
- Engelchen: "Und für dein Popöchen ist das sowieso prima, schau mal wie das schon runter hängt. Das braucht dringend Festigung."
- Teufelchen: "Du wirst auch gleich runter hängen. In ihrem Alter ist das doch eh schon egal."
- Engelchen: "Komm steh auf, Sue! MOVE! YOUR! ASS!!! Es gibt keine Entschuldigung!"

- Ich: "Klappe, ihr beiden. Also, mit meinem Hintern könntest du Recht haben. Aber völlige Erschöpfung zählt ja wohl als Entschuldigung, oder?! Ebenso wie hormonelle Verwirrungen und Homeland."

Dazu fällt Engelchen und Teufelchen nix mehr ein und ich hüpfe vergnügt auf einem Bein. Jeder gewinnt. Könnt euch später bedanken.

18.11.2014

Schnell, gesund, pipi-einfach, kindertauglich: Reis mit Hackfleisch

Ihr wisst bereits über mich, dass ich (vorsichtig ausgedrückt) keine begnadete Köchin bin. Die Küchenplanerin war guter Dinge bei unserem Gespräch, bis ich ihr mitteilte: "Ich koche, weil jeder ständig Hunger hat." Hmm. Danach hat sie irgendwie die Lust verloren.

Aber das trifft es leider ziemlich genau:
Hunger / Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme => die Alte muss kochen. Schnell. Aber was?

Meine Reihe "Die einfachsten Rezepte der Welt für Leute, die eigentlich nicht kochen" möchte ich heute beginnen mit: Einem alten Rezept von meiner Mama! Garantiert in 15 Minuten fertig, geht (bis auf's Schnippeln) auch einhändig mit Schreihals am Arm, und da es KETCHUP enthält, oh yeah, stehen die meisten Kinder drauf.

Biddeschön:

Zutaten für 2 Erwachsene + 2 Kleinkinder:
600g gem. Hackfleisch
1 Dose Tomatenstücke
2 EL Tomatenmark
3 EL (bzw. nach Belieben) Ketchup
2 große Paprika
1 Zwiebel
evtl. Mais
Gemüsebrühe
dazu: Reis

To do:
- Gemüse grob in Würfel schneiden
- Reis nach Anleitung kochen
- Hackfleisch anbraten & nach Belieben würzen (mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und etwas Gemüsebrühe)
- Zwiebeln und Paprika dazu; alles ordentlich anbraten
- mit der Tomatendose ablöschen, ggf. etwas Wasser dazu und nachwürzen
- Ketchup und Tomatenmark untermischen (und ggf. Mais)
- 5-10 Minuten köcheln lassen

=> fertig!

Ich hoffe, es kommt in eurer Familie auch so gut an wie bei uns!




17.11.2014

Just for me Moments 46/2014

Die letzte Woche war vollgepackt mit Terminen. Habe ich schon erwähnt, dass wir ein Haus umbauen? Trölfzillionen Entscheidungen für eine Nicht-Entscheiderin? Kein Spaziergang. Der Termin mit der Küchenplanerin war quasi noch Wellness. Aber die Details. Dachfenster wo? Die Wand durchbrechen? Wie, der Statiker meint, die Bude bricht ein??? Ts. Folgendermaßen agiere ich zwischenzeitlich:

Vor einer Stunde. Bauleiter und ich schauen in ein Loch. Maurer steht darin und fragt: "Fundament für Pfosten, ja oder nein? Entscheidung jetzt!" Bauleiter schaut mich an. Ich, mit zittriger Stimme: "Keine Ahnung, Mann! Äh. Loch zuschütten. Kein Pfosten." Beide nicken. Loch zugeschüttet. OK! Weiter so! Aus dem Bauch raus! (Mir ist schlecht.)

Achso, Momente nur für mich letzte Woche:
Ein paar Mittagspausen mit dem hier:


Diese Geschichte ist so spannend, dass ich dafür hin und wieder sogar ein bisschen Schlaf opfere.
Hallo - ich bin Frau Schlafentzug! Das Buch ist gut!!



 ... und das war's schon. Dafür waren die Kinder lustig und brav. Auch gut!
 Mehr JFMMs gibt es wie immer bei Pia!



13.11.2014

Ein Tag ohne Eile - so war's

Neulich habe ich mir vorgenommen, einen Tag ohne Eile zu verbringen. Niemanden anzutreiben, zu stressen, zu jagen. Jedem sein eigenes Tempo zu gönnen...

6:28
"Mama, mir ist so langweilig! Steh! Jetzt! Auf!"
OK. Wir haben einen klitzekleinen Zeitpuffer für meine verrückte Idee. Gut gemacht, Ellachen. Wir stehen auf und beginnen unsere Morgenroutine, bis die Männer aufwachen und planmäßig alles durcheinander bringen.

7.15
Ellachen begutachtet jedes einzelne Staubkorn auf dem Badhocker, statt sich die Hände zu waschen. Es gibt viele Staubkörner. Ich beiße mir auf die Lippen und atme durch. Wir haben Zeit.

7:50
Wir haben keine Zeit mehr. WAH!
Was ich schreien möchte: "Hopphopphopp Zähne putzen Stifte aufheben Schuhe anziehen dalli dalli wir haben's eilig..."
Stattdessen gebe ich einen freundlichen Hinweis. Und warte ab. Siehe da, man ist heute gnädig! Zugegeben, das war Glück.

13.30
Jetzt fängt es an anstrengend zu werden. Mo (1 1/2) läuft in Ellas Kindergartengruppe im Kreis. Ella ist gerade aufgewacht und will kuscheln und den anderen zuschauen, bis der Schlaf langsam ihren Körper verlässt.
An jedem anderen Tag würde ich nach 2 Minuten aufbrechen. Heute bleibe ich, ihr warmer Körper an mich gekuschelt, einfach im Kindergartenchaos sitzen. Währenddessen zerstört Mo die Herbstbilder der Kinder, dreht jeden einzelnen Wasserhahn bei den Toiletten auf und sammelt Autos. Diverse Kinder äußern ihre Empörung, "hey der darf das nicht!!!", E schaut interessiert zu und bewegt sich keinen Millimeter, und M dreht weiterhin fröhliche Runden. Eine neue Erfahrung. Es geht!
Als E endlich bereit ist zu gehen, ist sie fröhlich und entspannt. Ich habe ihr Zeit gegeben, die sie gebraucht hat. Gut.

14.05
Immer noch im Kindergarten. Schuhe anziehen. "Mo lleine!" Ich atme tief und warte, bis er sich helfen lässt. Geschafft.

14.20
Zuhause angekommen. Eine halbe Stunde später als sonst - egal. Normalerweise will ich sofort ins Haus - Obstpause, Wickelpause, etc.
Die Kinder wollen aber schaukeln. Warum eigentlich nicht? Also schaukeln wir.

18.10
Abendessen.  Alle sitzen am Tisch, nur Ella ist noch im Dialog mit ihrer Puppe. Ich verkneife mir das Gekeife und lasse sie fertig spielen. Wenn sie Hunger hat, wird sie schon kommen. Und - sie kommt!

19.15
Wir gehen heute etwas früher ins Bad, um ein bisschen Trödel-Puffer einzubauen. Gute Idee. Leider wird sich allerdings versteckt, statt Zähne zu putzen. Und zwar ausdauernd. Zum ersten Mal heute bin ich kurz davor zu explodieren, Leute, ich bin müde, KOMMT ENDLICH sonst flippe ich aus, will ich schreien und versuche noch mich zu stoppen, gib ihnen die Zeit, aber die Erschöpfung ist stärker und außerdem GEHT JETZT ENDLICH INS BETT. Hm. Shit.

20.15
Alle schlafen.
Wie ist es gelaufen? Ich rekapituliere:
- Puffer einbauen ist eine gute Idee, wenn man es mit Kindern zu tun hat. Immer.
- Je mehr man sie hetzt, desto mehr bremsen sie.
- Man kann viel Streit und schlechte Laune vermeiden, wenn man den Kindern ihr eigenes Tempo lässt. Klingt so einfach, aber wie oft vergesse ich das? Ungefähr täglich.
- Ganz ohne Ermahnungen zur Eile wird's nicht klappen. Schließlich habe ich es mit lebendigen Wesen mit eigenem Willen zu tun, und Zeit wird nicht einfach non-existent.
- Je müder ich bin, desto weniger Geduld habe ich. Manchmal schaffe ich es nicht. Aber ich schaffe es immer öfter.

Fazit: Es klingt pathetisch, aber dieser Tag hat mir tatsächlich ein wenig die Augen geöffnet. Ohne Eile kann ich meine Kinder mehr genießen. Ich kann mich mehr daran freuen, was für lustige, kreative, verrückte und schlaue Wesen sie sind. Wenn ich sie "frei drehen" lasse, schaue ich ihnen einfach beim Ella-Sein und Mo-Sein zu und lache und freue mich und verdränge alles andere. Das ist toll. Nicht immer alltagstauglich, aber wenn es klappt, ist es toll.


12.11.2014

12 von 12 im Oktober

Heute! Mache ich zum ersten Mal bei 12 von 12 mit:


1) Völliges Frühstückschaos - viel zu spät aufgestanden 
 

2) Zahnarzttermin mit Ella in der Innenstadt. Wie unschwer zu erkennen, haben wir es derzeit mit einer Invasion dunkelgrüner Riesenspinnen zu tun (leider nur halb im Bild).



3) Auswärts essen und malen nur mit meinem Mädchen. Wunderbar. 



4) Mo abgeholt. Schaukelpause.

6) Doch noch welche da!


6) Selfie einer Dreijährigen
 

7) Kinder sind ja so kreativ. Hier: Der Preis von 2 Minuten telefonieren.



8)  Waffeln. Völlige Waffelmanie in unserem Hause. 

 




9) Putzen, verzweifelt versucht. Mit zwei Kleinkindern zu putzen hat viel mit einem Studium der Sprachwissenschaften gemeinsam: Sehr unterhaltsam, aber leider völlige Zeitverschwendung.



































10) Herbstbild


































11) Badewanne



































12) Gute Nacht


10.11.2014

Just for me Moments 45/2014

1) Ein großer, ein immerwiederkehrender Moment diese Woche, der niemals enden möge. Kommt schon Fox, beeilt euch mit Staffel 4. Ich brauch mehr davon. Seit Breaking Bad und Homeland macht Verbotene Liebe einfach nicht mehr so viel Spaß.

Manchmal kann ich mich prima mit Carrie identifizieren.
Zum Beispiel habe ich auch immer Recht und die anderen wollen mir einfach nicht glauben.

 
2) Es geht los. Der Umbau unseres neu gekauften renovierungsbedürftigen Hauses startet HEUTE. Also erst mal "alles kaputt machen". Eines ruhigen Morgens habe ich meine Kamera gepackt und den "vorher"-Teil von vorher-nachher-Fotos gemacht. Was für ein epischer Satz. Mir ist schlecht. Ich bin aufgeregt. UAH!



3) Mein schönster Moment: NICHT den Boden geputzt. Ha ha. Stattdessen einfach mal sitzen geblieben... (nein, dafür gibt es kein Foto. Wer allerdings gerne mal einen dreckigen Boden sehen möchte, ist herzlich eingeladen)

4) Noch genau 15 Minuten Zeit für mich und meinen Kaffee. Jetzt. Tschüss!

Danke Pia, wie immer, für die Inspiration!


06.11.2014

Mama sucht Job




Früher dachte ich einmal, dass ich selbstverständlich nach einem Jahr Elternzeit wieder anfangen würde zu arbeiten. Weil ich mich kenne und weiß, dass ich eine derjenigen bin, die raus müssen und Input brauchen und Abwechslung, weil sie sonst unglücklich werden.

Zumindest hatte ich in einem Punkt recht: Ich wollte nach einem Jahr wieder anfangen zu arbeiten.

Heute bin ich seit 3 Jahren und 6 Monaten in Elternzeit.

Und erst heute weiß ich: Es ist eine wirklich saublöde Idee, sich als Mutter einen neuen Job in Teilzeit zu suchen. Sau. Blöd.

Als ich in der 9. Woche schwanger war, teilte mir meine Chefin (übrigens selbst Mutter zweier Kinder) mit: Entweder du kommst in Vollzeit zurück oder gar nicht. Nicht rechtens? Dein Job ist nicht teilzeitfähig. Du hast Führungsverantwortung. Also dann noch ne schöne Schwangerschaft.

Seitdem sind wir 2x umgezogen und mittlerweile wohnen wir in exakt 169km Entfernung von meinem damaligen Arbeitgeber. Wiedereinstieg scheidet für mich also völlig aus.

Als Ella gerade 13 Monate alt war, habe ich einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Zwar unterirdisch schlecht bezahlt, aber immerhin. Am Tag der Unterzeichnung (kein Witz) hatte ich außerdem einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. In der 8. Woche bat mich mein Arbeitgeber in Spe, den Arbeitsvertrag aufzulösen.

Jetzt ist Mo 18 Monate alt und ich suche seit 6 Monaten einen neuen Job. Und bekomme: Keinen. Nicht mal ein Interview. Manche haben nicht einmal Lust auf eine Rückmeldung. Ein Personaldienstleister sagte, er wüsste wirklich keinen Kunden für mein Profil.

Ich weiß, ich habe ein Wischiwaschi-Profil. Keine Geradlinigkeit, zu viele Umwege, ein Wegwechsel, ein Experiment. Dennoch: Abgeschlossenes Hochschulstudium, diverse Praktika, ein Jahr im Ausland studiert, eines im Ausland gearbeitet. Kein einziger Monat Lücke im Lebenslauf. Und 5 Jahre Arbeitserfahrung mit Personalverantwortung; am Ende war ich stellvertretende Abteilungsleiterin.

Und jetzt?

Leute, ich bin ja nicht blöd. Ich war dabei. Ich weiß, wie beschissen nervig es ist, wenn man endlich ein Projekt mit einer brauchbaren Person besetzt hat und dann kommt dieses Gespräch, äh, ich bin schwanger. Es ist natürlich zum Kotzen, für das Projekt. Für mich als Teamleiter. Für den Kunden. Hey - so fucking what? Es ist wunderbar für dich, für mich (deinem Bauch beim Wachsen zuzusehen), für deine Mama (die endlich Oma wird), und für die Gesellschaft sowieso. Ich weiß auch wie beschissen nervig es ist, wenn die Teilzeitmama um 14.00 aus dem Büro rennt wie Usain Bolt. Ich habe es gesehen. Der Kunde schreit, aber sie hört es nicht, die Türe ist schon zu. Muss wieder jemand anders einspringen. Ja! Willkommen im Leben - so läuft es eben, ein Arbeitsleben mit einander! Ist doch super! Morgen springt die Teilzeitmama wieder für die anderen ein.

Tja, hier bin ich also. Anfangs habe ich mich auf Stellen beworben, die schon immer mein absoluter Traum waren. Mein Herz haben kreiseln lassen vor Aufregung. Dann auf Stellen, von denen ich dachte - ok, nicht top, aber vielleicht wird es ganz interessant. Und jetzt - ich will es nicht einmal aufschreiben.

Natürlich haben mich meine Kinder verändert. ICH habe mich verändert, seit ich Kinder habe. Seitdem sind wir umgezogen und ich habe auch keine Freunde mehr. Das verändert mich auch. Das ist alles ok und es ist eben so, aber dass ich jetzt feststecke in diesem wozu-habe-ich-eigentlich-studiert, gepaart mit der beschissensten Frage der Welt, die ständig von außen kommt - das schlägt meinem alten Ich zunehmend und mit Wucht den Kopf ab. Soll ich jetzt noch vierundzwanzig Kinder kriegen, damit sich die Frage nach der Arbeit gar nicht mehr stellt? (Leider zu alt.) Soll ich Betty Draper werden? Oder weiterhin leise über die böse Arbeitswelt vor mich hin schimpfen? Die Hoffnung nicht aufgeben? Ich weiß es wirklich nicht.

Das ist meine Geschichte. Tolle Heldin.

Geht es jemandem da draußen vielleicht genauso?