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20.01.2015

Ich habe seit Freitag die Wohnung nicht mehr verlassen.

Meinen Berechnungen zufolge ist heute Dienstag. Es könnte aber auch Mittwoch sein, der Blick auf den PC verrät mir zumindest, dass heute der 20.01. ist, was einen gewissen Sinn ergibt, weil der Christbaum steht nackig auf der Terrasse, vom Himmel schnieselt es und meine Hände sind Januar-kalt. Beide Kinder sind krank, es sind Tage, die keinen Anfang haben und kein Ende, bei der ersten Erschöpfung ist es 08.00 morgens und noch 12 Stunden to go bis hinsetzen. Keiner isst und ich zaubere unentwegt Lieblingsgerichte, die nicht mal ich mehr esse. Gegen 16.00 versuche ich vor Sorge um das eine Kind das andere nicht anzuschreien. Meine Nerven sind dünn. Fiebrige Kinder haben keine Nerven und nichts, das ihre Gefühle abpuffert, bevor sie nach außen platzen. Die verschissenen Hosen werfe ich nur noch vor die Tür und das Wohnzimmer zu saugen habe ich schon längst aufgegeben. Gegen 18.00 gerät der Finger des einen Kinds ins Fenster, als ich es schließen will. Jetzt ist es 19.12 und ich freue mich - Kind 1 geht es besser, Kind 2 hat nur noch 39,4 und es hat seit 3 Stunden schon nicht mehr gekackt.

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